Nächste Tagung 26.-28. Oktober 2026

Liebe Mitglieder und Freunde des Altenberger Ökumenischen Gesprächskreises,

inzwischen hat unsere Pfingst-Botschaft 2026 einige Kreise gezogen. Wir haben erfreuliche Rückmeldungen von evangelischen und katholischen Bischöfen erhalten, auch vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und ebenfalls vom Bundespräsidialamt in Berlin. Allerdings ist, soweit mir bekannt ist, unsere Erklärung nur in der evangelischen Berliner Kirchenzeitung und da auch nur Teil III veröffentlicht worden. Wenn Ihr von weiteren Veröffentlichungen wisst, bin ich für Informationen und Zusendung dankbar. Immerhin sind Manfred Richter und ich im August mit Bischof Meister in Hannover und dem neuen ACK-Vorsitzenden Easthill in Frankfurt zu weiteren Gesprächen für 2030 verabredet.

Im Juni haben wir in der Katholischen Akademie München das 60-jährige Jubiläum unseres Freundeskreises Philoxenia gefeiert. In diesem Rahmen gab es einen Festakt, dessen abschließender Höhepunkt in der Uraufführung von zwei Vertonungen des Nizänum-Credos bestand, von Franka Böhm und Silvia Jansen, die als Siegerinnen aus dem Kompositionswettbewerb hervorgegangen sind. Die zweite Credo-Vertonung von Silvia Jansen hat großen Beifall gefunden und das Zeug, zu einem Ohrwurm in den Gemeinden zu werden. Sobald mir die Fassungen digital vorliegen, schicke ich sie an euch weiter; die analoge Fassung bringe ich zu unserer nächsten Tagung nach Altenberg mit. Übrigens lohnt sich ein neuer Blick auf unsere Homepage „Altenberger Ökumenischer Gesprächskreis“, die Stefan Gärtner und ich in den vergangenen Wochen intensiv bearbeitet haben. Eure Kommentare sind erwünscht!

Nun zu unseren nächsten Terminen, die ich euch bereits am 17. März mitgeteilt habe, hier aber noch einmal ausdrücklich benenne, damit ihr sie in eure Kalender fest eintragen könnt. Inzwischen habe ich die definitive Zusage für das Alte Brauhauses erhalten, das jetzt offiziell Edith-Stein-Haus heißt, dass wir dort unsere nächste Zusammenkunft von Montag, 26. Oktober 17:00 Uhr, bis Mittwoch, 28. Oktober 14:00 Uhr, veranstalten können. Das Haus ist von Kopf bis Fuß erneuert, verfügt nun über einen Aufzug, sehr schöne Einzelzimmer und Räume in verschiedenen Größen, von denen einer sicher auch für uns geeignet ist. Die beiden Termine im kommenden Jahr 2027 finden vom 8. bis 10. März und vom 25. bis 27. Oktober statt. Sie sind vorerst in Haus Altenberg gebucht, wir können aber gerne in das Alte Brauhaus übersiedeln, wenn wir mit unserer Oktober-Tagung dort zufrieden sind.

Im März hatte ich euch bereits einen knappe Übersicht über unsere Verabredungen im Blick auf das Augsburger Bekenntnis mitgeteilt. Nachdem wir uns bereits mit Rahmen und Absicht der CA befasst haben, wollen wir nun in den nächsten 3 Zusammenkünften uns mit dem Inhalt der 21 bzw. 28 Artikel des Bekenntnisses befassen. Ich schlage folgende Grobeinteilung vor: Im Oktober befassen wir uns mit dem trinitarischen Gottesverständnis samt Rechtfertigung und Predigtamt in den Artikeln 1-6, sowie 18-20. Im Frühjahr 2027 geht es schwerpunktmäßig um die Themen Kirche, Sakramente und Amt mit den Artikeln 7-15. Und im Herbst 2027 nehmen wir uns das Verhältnis von Staat und Kirche, die Heiligen und die Eschatologie sowie die Missbräuche vor, wie sie in Artikeln 16-21 und 22-28 zur Sprache kommen. In diesen kommenden 3 Tagungen wollen wir uns also mit dem inhaltlichen Wohl und Wehe des Augsburger Bekenntnisses auseinandersetzen, was zugleich den Kern unserer für 2029 geplanten Veröffentlichung zum Augsburger Bekenntnis ausmacht. Wenn ihr andere Einteilungen und Vorschläge geeigneter findet, lasst es mich bitte wissen.

Für die Bearbeitung der Art. 1-6 im Oktober mache ich folgende Vorschläge: Art. 1: Von Gott, Christian Link; Art. 2: Über die Erbsünde, mit Art. 18/19: Vom freien Willen und Über den Ursprung der Sünde, Josef Wohlmuth; Art. 3: Vom Sohn Gottes, Rainer Stuhlmann?; Art. 4: Über die Rechtfertigung, Hans-Georg Link; Art. 5: Vom Predigtamt, Manfred Richter; Art. 6: Vom neuen Gehorsam, mit Art. 20: Vom Glauben und guten Werken, Wim Wigger.

Zur Bearbeitung dieser Artikel liegt uns das schöne, von Harding Meyer und Heinz Schütte herausgegebene Buch aus dem Jahr 1980 vor: Confessio Augustana. Bekenntnis des einen Glaubens. Gemeinsame Untersuchung lutherischer und katholischer Theologen. Wim Wigger hat es uns im Frühjahr mit anderen Veröffentlichungen vorgestellt. Falls jemand mit seiner hier vorgeschlagenen Bearbeitung nicht einverstanden ist, bitte ich in aller Freiheit um Rückmeldung und alternative Vorschläge.

Wenn Herbert Schneider diesmal teilnehmen kann, können wir uns am Mittwoch mit dem Augsburger Reichstag und den Umständen der Verlesung und Ablehnung des Augsburger Bekenntnisses beschäftigen. Sonst haben wir den Rahner-Fries-Plan von 1983 auf unserem Programm, für den wir noch einen geeigneten Referenten aus unserer Runde suchen.

Damit bin ich für heute mit meinem Latein ans Ende gekommen. Ich wünsche uns allen einen erholsamen und zugleich inspirierenden Sommer und freue mich auf unser Wiedersehen vom 26. bis 28. Oktober im Altenberger Alten Brauhaus. Bis dahin lasst euch herzlich grüßen – bleibt gesund und gesegnet!

Euer Hans-Georg (Link)