An Mitglieder des Kontaktgesprächskreises zwischen Deutscher Bischofskonferenz und
Evangelischer Kirche in Deutschland
Sehr geehrte (Erz-)Bischöfe Ackermann, Bentz,Feige, Marx und Wilmer,
Sehr geehrte Frau Bischöfin Fehrs, Frau Präses Heinrich, Bischöfe Kopania, Kopp und Meister,
Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
der Altenberger Ökumenische Gesprächskreis, in dessen Namen ich mich heute an Sie wende, befasst sich seit Jahr und Tag mit den evangelisch-katholischen Beziehungen in unserem Land. Um Sie nicht mit langen Erläuterungen dazu zu ermüden, darf ich Sie auf unserer Homepage verweisen: Altenberger Ökumenischer Gesprächskreis. Zu Pfingsten dieses Jahres haben wir wie in den vergangenen Jahren eine Erklärung veröffentlicht: „Initiative Kirchengemeinschaft 2030“, die sich in erster Linie „an leitende Verantwortungsträger der evangelischen und katholischen Kirchen in Deutschland“ richtet. Außer einem erläuternden Begleitschreiben haben wir Altenberger zusammen mit der deutschen Region der Internationalen Ökumenischen Gemeinschaft (IEF) parallel dazu eine „Einladung an Kooperationspartner zur Altenberger Ökumenischen Versammlung 2030“ verschickt. In der Anlage füge ich Ihnen die genannten Unterlagen bei.
Uns Mitgliedern des Altenberger Ökumenischen Gesprächskreises ist daran gelegen, Sie über unsere Initiativen zu informieren. Nicht weil wir unseren Kreis für so bedeutsam erachten, sondern weil das Thema äußerst wichtig ist: das 500-jährige Jubiläum des Augsburger Bekenntnisses im Jahr 2030. Das wissen Sie selbstverständlich selber.
Nach den erfreulichen Christusfeiern im Jahr 2017 zum Gedenken an den Beginn der deutschen Reformation vor 500 Jahren sind wir der Meinung, dass das Jahr 2030 ein geeigneter Zeitpunkt ist, um zu verbindlichen Vereinbarungen im Blick auf evangelisch-katholische Kirchengemeinschaft zu gelangen. Natürlich kann das nicht allein und auch nicht erschöpfend in unserem Land geschehen. Aber nachdem Reformation und Kirchenspaltung vor 500 Jahren in Deutschland ihren Ausgangspunkt genommen haben, sind wir Altenberger der Meinung, dass erste verbindliche Schritte zueinander auch von Christen und Kirchen in unserem Land erwartet werden und unternommen werden sollten. So wichtig eine „prozessorientierte Ökumene“ ist, wir brauchen darüber hinaus Stationen und Orientierungspunkte, wie sie 1999 mit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre und 2007 mit der gegenseitigen Taufanerkennung vollzogen worden sind. Damit es im Jahr 2030 wieder zu einer solchen richtungweisenden Wegmarkierung kommen kann, haben wir bereits zu Pfingsten dieses Jahres mit ausreichendem Zeitfenster die „Initiative Kirchengemeinschaft 2030“ gestartet.
Wir erlauben uns, Sie auf diesem Hintergrund um drei Dinge zu bitten: Erstens freuen wir uns, wenn Sie uns den Empfang dieses Schreibens bestätigen und es den weiteren Mitgliedern des Kontaktgesprächskreises zur Kenntnis bringen. Zweitens ersuchen wir Sie, das Thema „Kirchengemeinschaft 2030“, wie anfanghaft auch immer, in ihrem hochgeschätzten Gremium baldmöglichst zu erörtern, damit keine kostbare Zeit verloren geht.
Und drittens sind wir dankbar, bei Zeit und Gelegenheit von Ihnen zu erfahren, was Sie im Jahr 2030 zu tun gedenken. Was wir Altenberger und IEF-Mitglieder 2030 beabsichtigen, können Sie den beigefügten Unterlagen entnehmen.
In deren Namen grüße ich Sie mit großer Wertschätzung und weitreichender Hoffnung in ökumenischer Verbundenheit.
Ihr
Hans-Georg Link
(Leiter des Altenberger Ökumenischen Gesprächskreises)